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"Synergien der dezentralen Luftfahrt": Erste gemeinsame Mitgliedertagung von GBAA und IDRF

10.10.2019

GBAA IDRF joint meeting
Die Vorstände von GBAA und IDRF auf der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung

„Flughafenbetreiber und -nutzer sitzen in einem Boot“: Verbände IDRF und GBAA wollen künftig stärker und enger zusammenarbeiten.

Die Leistungsträger des regionalen Flugverkehrs rücken enger zusammen und wollen künftig vermehrt kooperieren: Bei ihrer ersten gemeinsamen Mitgliedertagung erklärten die Vertreter der Interessengemeinschaft der regionalen Flugplätze e.V. (IDRF) und der German Business Aviation Association e.V. (GBAA) am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, sowohl die Betreiber von Flughäfen wie ihre Nutzer seien mit denselben Themen konfrontiert. „Wir sitzen in einem Boot“, ergänzte GBAA-Vorsitzender Peter Gatz, der die Interessen der Geschäftsluftfahrt vertritt, vor 180 Teilnehmern der zweitägigen Tagung, die am 10. Oktober 2019 zu Ende ging.

Gerade die dezentrale Luftfahrt bilde die Grundlage zukunftsorientierten Reisens. „Mit der Entwicklung alternativer Antriebe und nachhaltiger Lösungen“, so IDRF-Geschäftsführer Thomas Mayer, „schaffen wir eine tragfähige Basis.“ Regionalflugplätze förderten die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen und stärkten das Wachstum der regionalen Wirtschaft. „Die Möglichkeiten der dezentralen Flughafeninfrastruktur“, so GBAA-Geschäftsführer Andreas Mundsinger, „werden dennoch kaum wahrgenommen und nicht optimal genutzt.“

Flughafen als Kraftzentrum der Region

Rückendeckung erhielten die Vertreter der dezentralen Luftfahrt auch von Professor Karl Born, einst Vorstandsmitglied des Reisekonzerns TUI, heute Professor für Betriebswirtschaftslehre und Tourismusmanagement. Er attestierte der Branche generell, dass sie in der Politik keinen ausreichenden Stellenwert genieße und zu wenig politische Aufmerksamkeit erringe. „Die Branche muss sich offensiver in die gesellschaftliche Debatte einbringen“, fordert er. Dazu zähle auch der oft vergessene Hinweis, dass lediglich 2,8 Prozent des CO²-Ausstoßes vom Luftverkehr stammten.
Auch ein regionaler Flughafen sei ein „Kraftzentrum in seiner Region“, dessen wirtschaftliche Effekte unumstritten seien. Wichtig sei, das gesamte Verkehrssystem zu optimieren. Flughäfen spielten darin eine wichtige Rolle. Gerade regionalen Airports müsse es wieder gelingen, Politik und Bevölkerung hinter sich zu bringen. Der Gastgeber, der Sonderflughafen Oberpfaffenhofen, ist genau eines dieser regionalen Kraftzentren, bietet er doch über 6.000 Menschen einen Arbeitsplatz in Unternehmen wie beispielsweise Dornier und RUAG.

Aktuelle Themen der Geschäftsluftfahrt

Die Präsentation und Diskussion aktueller Themen der Business Aviation und regionalen Luftfahrt waren auch bei dieser ersten gemeinsamen Tagungen der Hauptbestandteil. So sprach Wolfgang Ruths vom Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung über Flugverfahren an unkontrollierten Flugplätzen nachdem Uwe Büchner vom Bayerisches Staatsministerium die Luftsicherheit an kleinen Flugplätzen und die Anforderungen an Flugplatzbetreiber thematisierte. Neben den Gästen, zu denen man auch Vertreter aus den Bereichen Flugtaxis und Drohnen zählen durfte, stellten Pascal Bachmann und Philipp Wieser vom GBAA-Mitglied Jetcraft ihren 5-Jahres-Ausblick und Entwicklung der Business Aviation vor.   

Die beiden Verbände GBAA und IDRF bedanken sich für die rege Teilnahme an der ersten gemeinsamen Tagung. 

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