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Vielfalt der Business Aviation auf der AERO vorgestellt

15.04.2019

Podiumsdiskussion der Business Aviation Konferenz auf der Aero in Friedrichshafen
v.l.n.r.: Kai Odenthal (FTI Engineering Network), Gregor Bremer (Atlas Air Service), Bernhard Fragner (GlobeAir), Eva Kluge (Air Alliance Medflight), Andreas Mundsinger (GBAA) und Volker Thomalla (Aerobuzz)

Im Rahmen der diesjährigen Aero hatten wir die Gelegenheit, die vielfältige Welt der Business Aviation einem Luftfahrt-affinen Publikum zu präsentieren. In Kooperation mit der Aero Friedrichshafen konnte der Nutzen der Geschäftsfliegerei durch mehrere Referenten dargestellt werden.

 

Vorträge: Facetten der Business Aviation

Als erster Redner stellte Bernhard Fragner (GlobeAir) den klassischen Vergleich zwischen Linien- und Privatjetflug an Hand einer Reise von drei Geschäftsleuten von München nach Valencia dar. Im Vordergrund stand, den Zeit- und Kostenvorteil eines privaten Fluges zu veranschaulichen. Der Tenor war klar: das Champagner-Klischee muss aufgehoben und der vielfältige Einsatz sowie der wirtschaftliche Nutzen der Business Aviation kommuniziert werden. Der GlobeAir CEO ging ebenso auf die aktuellen Herausforderungen der Branche, wie den mangelnden Nachwuchs, die Digitalisierung und künstliche Intelligenz, ein.

Mit dem anschließenden Vortrag von Kai Odenthal (FTI Engineering Network) und Gregor Bremer (Atlas Air Service) wurde es technischer. Beide thematisierten die Herausforderungen im Zusammenhang mit der gesetzlich vorgeschriebenen Umrüstungsfrist aller Business Jets mit ADS-B Transponder, die bis zum Juni 2020 läuft.

Neben dem Einsatz in der Geschäftswelt konnte Eva Kluge (Air Alliance Medflight) dem zeitweise jungen Publikum weitere Einsatzmöglichkeiten des Privatjets vorstellen. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit der Organisation internationaler Flugambulanztransporte für schwerkranke Patienten.

Im letzten Vortrag stellte Andreas Mundsinger (German Business Aviation Association) die Ergebnisse der Studie zur dezentralen Luftfahrt in Deutschland vor. Anders als in anderen Ländern verteilt sich die Bevölkerung Deutschlands verhältnismäßig breitflächig, dennoch „wird die dezentrale Flugplatzinfrastruktur hierzulande nicht optimal genutzt“, so Mundsinger. Die Business Aviation bietet durch eine höhere Flexibilität eine größere Abdeckung als der Linienverkehr und damit eine deutliche zeitliche Einsparung bei Geschäftsreisen.

 

Podiumsdiskussion über aktuelle Herausforderungen der Branche

Unter der Moderation von Volker Thomalla (Aerobuzz) diskutierten alle Referenten anschließend über die aktuellen Probleme der Branche. Das beherrschende Thema war der Mangel an Nachwuchskräften. Die bessere Außendarstellung der Luftfahrt, insbesondere der Business Aviation, bei der jetzt in den Arbeitsmarkt drängenden jungen Generation, wurde mit Blick auf den hohen, bereichsübergreifenden Fachkräftemangel von den Referenten deutlich unterstützt. „Die Business Aviation versteht sich als Dienstleister“, so Mundsinger und erklärte, dass „man gegenüber Piloten die geringe Planungssicherheit im privaten Bereich mit der hohen Flexibilität der Branche als Vorteil darstellen muss.“

 

Wir bedanken uns ausdrücklich bei dem Aero Projektteam der Messe Friedrichshafen für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung sowie bei allen Rednern für ihre anspruchsvollen Beiträge. Wir freuen uns auf eine Wiederholung der Business Aviation Konferenz im nächsten Jahr.

 

Die Mobilitätsstudie können Sie hier herunterladen:

Mobilitätsstudie

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